Letzte Beiträge

_bananenpfannkuchen|maronencrème

Nach so langer Abstinez-  kopfüber versunken im Hochzeitswahnsinn und verschluckt von Pflanzenlexika und Nährwerttabellen, die mein Studium mir gerade links und rechts um die Ohren pfeffert, tauche ich doch mal wieder kurz auf und sage: HI. Und das nicht mit leeren Händen, sondern mit dem gigantischten Rezept für überirdisch köstliche und übertrieben gesunde Bananapancakes im Ärmel.

Dass Bananenpfannkuchen der Knaller sind, steht außer Frage! Diese hier sind sogar so gesund, dass ich sie am Liebsten direkt nach dem Sport in die Pfanne werfe, denn auf Buchweizenmehl-  und Bananenbasis knallen sie einem die volle Wucht an Ballaststoffen, komplexen Kohlenhydraten und Magnesium auf den Teller. Perfekt für die Regeneration nach dem Training und gute Laune für den Tag!

In diesem Rezept sind sie vegan- und noch verrückter: glutenfrei, laktosefrei und zuckerfrei!

Das Gleiche gilt für die köstlich- beerige Füllung: einer zuckerfreien und veganen Himbeer- / Heidelbeer- Maronencrème, die nicht nur auf Bananenpfannkuchen schmeckt sondern auch als Brotaufstrich genial funktioniert! Blitzschnell geht das Ganze auch noch und zwar mit vakuumierten vorgekochten Maronen und frischen oder tiefgefrorenen Beeren- im Handumdrehen püriert!

 

 

Zutaten:

für 10 kleine Pfannkuchen:

250g Buchweizenmehl

3 reife Bananen

3 Teel Reinweinstein- Backpulver

300ml Sprudel

Kokosöl für die Pfanne

 

für die Himbeer- Maronencrème:

100g vakuumierte, vorgekochte Maronen

1 Handvoll Himbeeren

3 Datteln, entsteint

Abrieb von 1/2 Limette

 

für die Heidelbeer- Maronencrème:

100g vakuumierte, vorgekochte Maronen

1 Handvoll Heidelbeeren

3 Datteln, entsteint

Abrieb von 1/2 Limette

 

 

Zubereitung

die Pfannkuchen:

Die Bananen schälen, in eine Rührschüssel geben und mit einer Gabel zerquetschen. Die übrigen Zutaten hinzufügen und mit einem Schneebesen gut verrühren.

Etwas Kokosöl in eine heiße Pfanne geben und eine Kelle Teig gleichmäßig darin verteilen. Wenn der Teig Luftblasen schlägt und an der Oberfläche fest wird, direkt wenden und die andere Seite des Pfannkuchens für die gleiche Zeit goldbraun braten.

Den Pfannkuchen auf einem Gitter auskühlen lassen und den nächsten in die Pfanne hauen. Ab und zu etwas Kokosöl in die Pfanne geben, wenn der Teig festkleben sollte.

 

die Maronencrèmes:

Wie versprochen: Die Zubereitung geht blitzschnell. Alle Zutaten für die Himbeer- bzw. Heidelbeermaronencrème in ein hohes Rührgefäß geben und solange pürieren bis die Masse cremig ist.

 

Wenn alle Pfannkuchen gebacken und alle Crèmes püriert sind, bestreicht man den Pfannkuchen dünn mit einer Schicht Himbeermaronencrème, legt einen Weiteren darauf und bestreicht diesen mit Heidelbeermaronencrème. Das Pfannkuchentürmchen einrollen und genießen! Wer keinen Berg an Pfannkuchen auf einmal essen möchte, der kann die Pfannkuchen auch in etwas Folie einrollen und im Kühlschrank aufbewahren.

Voila!

 

 

_strudel|maronen

Der erste Schnee und der erste Advent: Die perfekte Kulisse für diesen winterlichen und köstlichen Maronenstrudel, also: Vorhang auf und ab an den Ofen!

Die Maroni ist eine winterliche Variante der Esskastanie. Das herzförmig Energiebündel ist basisch, glutenfrei und wurde ursprünglich im Kaukasus kultiviert.

Mit ihrem nussigen Geschmack liefert uns die Maroni neben den Vitaminen C, B, E und A essentielle Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium und Kupfer. Sie enthält viel hochwertiges Eiweiß und hat dabei einen geringeren Fettanteil als Nüsse. Perfekt also um uns mit allem, was unsere Abwehrkräfte stärkt in den kalten Wintermonaten zu versorgen! Frische Maronen sind allerdings ungenießbar. Sie sollten vor dem Verzehr immer gegart, gebacken oder gekocht werden.

Das Strudelrezept ist wie alle Rohschliffideen zuckerfrei, glutenfrei und heute auch vegan!

Zutaten

Strudelteig:

200g Haferkleie (glutenfrei)

100g gemahlene Mandeln

100g Kartoffelmehl

150ml lauwarmes Wasser

50ml Rosenwasser

8 frische Datteln|oder 2 Eßl Dattelsirup

3 Eßl Kokosfett

1 Eßl Chiasamen

3 Teel Reinweinstein

 
Füllung:

150g Maronen| wer frische Maronen verwendet, sollte diese vor der Teigzubereitung im Backofen garen. Ansonsten gibt es auch gegarte und vakuumierte frische Maronen im Biomarkt.

3 Eßl Mandelmus

4 frische Datteln|oder 1 Eßl Dattelsirup

3 Teel Zimt|gemahlen

3 Teel Kardamom|gemahlen

 

Zubereitung:

der Teig:

In einer Rührschüssel Mandeln, Haferkleie und Kartoffelmehl mit Chiasamen und Reinweinstein vermischen. Die frischen Datteln schälen, entsteinen, zerdrücken und unterheben|oder den Dattelsirup hinzufügen. Lauwarmes Wasser und Rosenwasser dazugeben und verrühren. Kurz zur Seite stellen. Etwas Wasser zum Kochen bringen und dann in einen Kochtopf füllen. Mit einem Deckel verschließen und ebenso zur Seite stellen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und danach das Kokosfett in einem kleinen Topf bei geringer Hitze langsam zum Schmelzen bringen. Wenn das Fett flüssig ist, wird es vorsichtig unter den Teig gerührt. Alles gut verkneten.

Nun das heiße Wasser aus dem Topf giessen und wieder mit dem Topfdeckel abdecken.

Den durchgekneteten Teig zu einer Kugel formen, in ein Küchenhandtuch wickeln und in den vorbereiteten warmen Topf geben. Den Deckel wieder aufsetzen und den Teig für 20min ruhen lassen.
die Füllung:

Wer frische Maronen verwendet sollte diese ganz zu Beginn für 45min im Backofen garen. Dafür die Maronen kreuzförmig einritzen und bei 200• auf ein Backblech geben. Wenn die Maronen aufplatzen sind sie gar. Kurz abschrecken und schälen.

Die Maronen kleinhacken und in einer Schüssel mit den restlichen Zutaten vermengen.

Den Backofen auf 175• vorheizen.

Ein Küchenhandtuch auf die Arbeitsplatte legen und gründlich mit Kartoffelmehl bestäuben. Den Teig darauf geben und diesen mit einem Nudelholz zu einem gleichmäßig dicken Rechteck ausrollen.

Die Füllung darauf verstreichen und mithilfe des Küchentuchs das Teigrechteck langsam von einer Seite zum Strudel aufrollen.

Den Strudel mit der Nahtseite nach unten auf das Backpapier legen und für 45min auf der mittleren Schiene goldbraun backen.

Voilà!

_madeleines|amandes

„Viele Jahre lang hatte von Combray außer dem, was der Schauplatz und das Drama meines Zubettgehens war, nichts für mich existiert, als meine Mutter an einem Wintertage, an dem ich durchfroren nach Hause kam, mir vorschlug, ich solle entgegen meiner Gewohnheit eine Tasse Tee zu mir nehmen. Ich lehnte erst ab, besann mich dann aber, ich weiß nicht warum, eines anderen. Sie ließ darauf eines jener dicken ovalen Sandtörtchen holen, die man ‚Madeleine‘ nennt und die aussehen, als habe man als Form dafür die gefächerte Schale einer St.-Jakobs-Muschel benutzt. Gleich darauf führte ich, bedrückt durch den trüben Tag und die Aussicht auf den traurigen folgenden, einen Löffel Tee mit dem aufgeweichten kleinen Stück Madeleine darin an die Lippen. In der Sekunde nun, als dieser mit dem Kuchengeschmack gemischte Schluck Tee meinen Gaumen berührte, zuckte ich zusammen und war wie gebannt durch etwas Ungewöhnliches, das sich in mir vollzog. Ein unerhörtes Glücksgefühl, das ganz für sich allein bestand und dessen Grund mir unbekannt blieb, hatte mich durchströmt. Mit einem Schlage waren mir die Wechselfälle des Lebens gleichgültig, seine Katastrophen zu harmlosen Mißgeschicken, seine Kürze zu einem bloßen Trug unsrer Sinne geworden; es vollzog sich damit in mir, was sonst die Liebe vermag, gleichzeitig aber fühlte ich mich von einer köstlichen Substanz erfüllt: oder diese Substanz war vielmehr nicht in mir, sondern ich war sie selbst.“

Aus: Proust, Marcel: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit; 10 Bde. Frankfurt am Main 1979, Bd. 1, S. 63–67.
So oft wie ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mindestens auch Madeleines gebacken- und habe dabei (zwar nicht auf der Suche nach der verlorenen Zeit, dafür aber auf der Suche nach den köstlichsten Madeleines ) alle Varianten ausprobiert: Mit oder ohne Orangenwasser, mit geschlagenem Eiweiß und Ruhezeiten- doch so unergründlich mir die Geschichte immer noch erscheint, die neuste Rezeptur ist mir bis jetzt am herrlichsten gelungen.
Zutaten für 24 Stück*:


125g Butter oder Kokosfett + für die Backform
100g Mandeln, fein gemahlen
50g Kartoffelmehl
4 kleine Eier
4 Eßl Dattelsirup oder 8 frische Datteln
3 Teel Reinweinstein
Abrieb von 1 Bio Zitrone
Mark einer Vanilleschote
*wer keine Madeleine- Backform, dafür aber Jakobsmuscheln hat kann auch diese verwenden- für alle anderen: Papierförmchen sind zwar nicht so stilecht, funktionieren aber auch.



Zubereitung:


Den Backofen auf 175° vorheizen und das Madeleine- Eisen fetten.
Die Eier mit einer Gabel in einer Rührschüssel verquirlen und die Mandeln, das Kartoffelmehl, den Dattelsirup (oder die zerkleinerten frischen Datteln) den Reinweinstein sowie den Zitronenabrieb und das Vanillemark untermengen. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und bei kleiner Hitze leicht bräunen, damit sie einen nussigen Geschmack annimmt. Wer auf Lactose verzichten möchte verfährt genauso mit Kokosfett statt Butter. Diese ebenfalls verflüssigen.
Das flüssige Fett unter den Teig rühren und diesen direkt gleichmäßig in die vorbereiteten Formen abfüllen.
Die Madeleines auf die mittlere Schiene des Backofens schieben und für 5min bei 175° backen. Die Temperatur auf 150° senken und weitere 5min backen bis sie goldbraun sind.
Aus dem Ofen nehmen und direkt auf ein Gitter zum Auskühlen stürzen.
Welchen Tee Proust dazu getrunken hat, weiß ich immernoch nicht aber ich habe mich für Earl Grey entschieden.
Voilà!

_tarte|chocolat|quitte

So lange der Schnee noch nicht leise rieselt, lassen wir es Lavendel regnen- und zwar in das leckerste Quittenkompott mit Rosen- und Orangenblütenwasser, Rosinen und Kurkuma. Damit es noch weihnachtlicher wird, schieben wir es danach auf einem knusprigen Schokoladenboden kurz in den Ofen und voilà: Die winterlichste Tarte des Jahres ist da-  auch wenn der erste Schnee noch auf sich warten läßt!

Der Boden ist aus Mandeln, Backkakao und Banane- was ja generell schon gute Laune macht und hier das Beste für alle Frostbeulen: Die Kombination aus den basischen Quitten und Kurkuma heizt dem Stoffwechsel so richtig ein! Während der Kuchen im Ofen backt, können wir ganz nebenbei noch eine fabelhafte Gesichtsmaske, die entzündungshemmend und reizlindernd wirkt und gut bei gestresster Winterhaut hilft, herstellen! Hierfür die Kerne der Quitten kurz in etwas Wasser einweichen und danach aufkochen bis sich Quittenschleim bildet. Den Quittenschleim eventuell  mit etwas Heilerde andicken und auftragen. Wer Halsschmerzen hat, sollte genau diesen Quittenschleim trinken-  aber Achtung: Die Kerne bitte vorher entfernen da sie durch ihren giftigen Blausäuregehalt absolut nicht zum Verzehr geeignet sind!

Neben vielen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen enthält die Quitte einen hohen Anteil an Ballast- und Gerbstoffen. Insbesondere Pektin und Quercetin wirken antioxidantisch und helfen beim Entgiften! Super also für Zellerneuerung und Immunabwehr im Winter!

 

Zutaten für eine Tarteform:

für den Boden:

200g gemahlene Mandeln

1 reife Banane

6 Datteln

3 Eßl Backkakao

3 Eßl Kokosfett + für die Form

1 Eßl Chiasamen

3 Teel Reinweinstein

für das Kompott:

3 Quitten

1 Apfel

50g Rosinen

50g Mandeln, gestiftelt

3 Eßl Lavendel, getrocknet

1 daumengroßes Stück Kurkuma

100ml Rosenwasser

50ml Orangenblütenwasser

Saft und Abrieb einer Bio Zitrone

1 Teel Zimt

1 Teel Kardamon

Zubereitung

das Quittenkompott:

Die Quitten  und den Apfel mit einem Tuch abreiben, schälen, das Kerngehäuse entfernen und kleinschneiden. Den Kurkuma abwaschen und mit Schale raspeln. Alles in einen Kochtopf geben und bis auf die Mandeln alle weiteren Zutaten hinzufügen. Bei mittlerer Hitze langsam und unter Rühren zum Kochen bringen. Wenn das Kompott kocht, die Hitze reduzieren und bei geschlossenem Deckel für weitere 15min einkochen.

der Boden:

Den Backofen auf 175° vorheizen und eine Tarteform mit etwas Kokosfett fetten. Die Datteln entsteinen und in eine Rührschüssel geben. Die Banane schälen und hinzufügen. Alles mit einer Gabel zerdrücken bis ein Brei entsteht. Das Kokosfett in einem kleinen Topf schmelzen und zusammen mit den restlichen Zutaten unter den Bananen- Dattel- Brei rühren.

Den Teig gleichmäßig in der Tarteform verteilen und den Rand nicht vergessen! Mit einer Gabel gleichmäßig einstechen, damit sich keine Luftbläschen bilden und für 10min auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen bei 175° vorbacken.

Die Form aus dem Ofen nehmen und die gestiftelten Mandeln unter das Kompott rühren. Das Kompott gleichmäßig auf dem Schokoladenboden verteilen und den Kuchen nochmals für weitere 25min fertig backen- ebenfalls auf der mittleren Schiene bei 175°.

Voilà!

 

 

 

_bananenbrot|kardamon

Verrückt nach Bananen? Wer es aushält ein paar Tage zu warten, bis die Bananen vom letzten Einkauf richtig reif sind, wird mit dem weltbesten Rezept für Bananenbrot belohnt! Seit ich zuckerfrei lebe und intermittierend faste, ist so ein Stück Bananenbrot am Nachmittag ein wahres Fest- mal davon abgesehen, dass es unschlagbar lekker ist und gute Laune macht, sättigt es bis zum Abendbrot und gibt richtig viel Energie für die zweite Tageshälfte. Wer mal nicht so gesund unterwegs war und gerade einen furchtbaren Kater hat: Bananen helfen!


Bei allen Benefits, die uns die Banane liefert, finde ich die Tatsache, dass Bananenessen gute Laune macht und Stress abbaut, am spannendsten! Nicht nur durch ihre gelbe Farbe hebt sich unsere Laune und das Stresslevel sinkt: Unser Körper kann durch die Zufuhr von Tryptophan, einer essentiellen Aminosäure, die unter anderem in Bananen enthalten ist, Serotonin bilden. Serotonin ist ein Botenstoff, der unseren Schlafrhytmus reguliert und unseren Hormonhaushalt in positiver Weise beeinflusst: Er macht uns glücklich indem er unser inneres Stresslevel drosselt und uns in beste Laune versetzt!

Dadurch, dass die Banane- obwohl sie viele Kohlenhydrate enthält, einen niedrigen glykämischen Index hat, bringt sie unseren Blutzuckerspiegel nicht durcheinander sondern hält ihn konstant- was sie gerade in Kombination mit den reichlich enthaltenen und gut löslichen Ballaststoffen zu einer so beliebten Energiequelle, auch und gerade für Sportler macht!

Also raus aus dem Nachmittagstief, dem Katerschlaf oder der Fastenphase und ran an den Backofen- hier kommt das Rezept! Vegan, zuckerfrei, glutenfrei, lactosefrei- und bestimmt ganz schnell weg!

Zutaten für eine Kastenform:

200g gemahlene Mandeln

4 reife Bananen

3 Eßl Kokosöl + für die Form

3 Teel Reinweinsteinpulver (Backpulver)

3 Teel Kardamon

1 Eßl Chiasamen

3 Eßl Mandelmilch/ oder eine andere Milch

Mark von 1/2 Vanilleschote und 2 Eßl Kartoffelmehl oder  1 Päckchen Bio- Vanillepuddingpulver

 

eine handvoll Mandeln zum Verzieren

 

Zubereitung

Eine Kastenform fetten oder mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 180° vorheizen. Die Bananen schälen und mit einer Gabel in einer Rührschüssel zerquetschen. Alle anderen Zutaten hinzufügen und gut miteinander vermengen. Wenn der Backofen die richtige Temperatur hat, den Teig in die Form füllen, mit den Mandeln verzieren und auf der mittleren Schiene für 25-30min bei 180° Ober-/ Unterhitze goldbraun backen.

Der Kuchen kann ruhig weich aus dem Ofen kommen- umso saftiger ist er, denn die Mandeln ziehen noch nach.

Voilà!

 

_taler|topinambur|cranberrychutney

Topinambur ist das wohl am schönsten blühende Gemüse! Im Frühling und Sommer wachsen die Blumen, die aussehen wie kleine Sonnenblumen bis zu drei Meter hoch und ab September kann man die Knollen, die auch Erdartischocken genannt werden den ganzen Winter hindurch bei frostfreiem Boden ernten. Ich habe einen Teil der Knollen für den nächsten Frühling einfach wieder eingesetzt.

Topinambur kann wie die Kartoffel verwendet werden- im Gegensatz zu ihr ist er kein Nachtschattengewächs sondern gehört der Familie der Korbblütler an. Sein Geschmack erinnert an den der Artischocke wobei die Knolle der Ingwerwurzel zum Verwechseln ähnlich sieht. Europa hat die Knolle im 17. Jahrhundert entdeckt, nachdem französische Amerika- Auswanderer  dort dank großen Vorräten an Topinambur eine Hungerkatastrophe überlebt hatten. Als sie die Knolle nach Frankreich schickten und die Franzosen sie zubereiteten, waren zufälligerweise Stammesangehörige der brasilianischen Tupinambà zu Gast und ihnen zu Ehren kam die wundersame Knolle zu ihrem durchaus exotischen Namen.

Die Ureinwohner Nord- und Mittelamerikas verwendeten Topinambur nicht nur als Lebensmittel sondern setzten die Knolle gezielt als Heilpflanze ein. Als Saft der Knolle oder Essenz der Blüten wird es auch heute noch bei entzündlichen Beschwerden angewendet. Topinambur ist ein präbiotisches Lebensmittel. Durch seinen hohen Gehalt an Inulin und Fructooligosacchariden trägt der Verzehr der Knolle zu einer gesunden Darmflora bei, denn beide Nährstoffe werden von Bifidobakterien (den „guten“ Darmbakterien) als Nahrung verstoffwechselt und unsere Darmfunktion wird unterstützt. Dadurch wird unser Immunsystem gestärkt! Doch Inulin und Fructooligosaccharide unterstützen nicht nur die Darmflora sondern helfen auch bei der Aufnahme bestimmter Mineralien. So kann beispielsweise in Kombination mit beiden Stoffen mehr Kalzium aus der Nahrung aufgenommen und verstoffwechselt werden.

Zu 80% aus Wasser bestehend, enthält Topinambur fast kein Fett- dafür umso mehr wasserlösliche Ballaststoffe, die sättigen und so beim Abnehmen unterstützen können. Neben Mineralien wie Eisen, Kalium und Kupfer liefert uns die Knolle vor allem die Vitamine C, B1 und B3!

Bei diesem Gericht kann das im Rohmilchkäse enthaltene Kalzium optimal aufgenommen und verstoffwechselt werden und in der Kombination mit Cranberries, die entzündungshemmend wirken und somit ebenfalls zu einer gesunden Darmflora beitragen, stärken wir unsere Immunabwehr für die kalten Tage!

Zutaten für 4 Personen:

für die Taler:

250g Topinambur

150g Rohmilchkäse

1 Zwiebel

2 Eier

1 Avocado (wer möchte kann auch 80g Butter verwenden)

1 Eßl Mohn

Salz, Pfeffer, 1/4 frischgeriebene Muskatnuß

evtl. Fett für die Förmchen

für das Cranberrychutney:

150g frische Cranberries

1 Zwiebel

1/2 Knoblauchzehe

1 Chilli

Öl zum Braten- zB. Kokosfett

100ml Rotwein

1 Teel Honig

1 Teel gemahlener Kurkuma oder eine fingerspitze frische Kurkumawurzel

1 Zimtsange

5 Nelken

1 Lorbeerblatt

Zubereitung:

die Taler:

Eine Muffinform, Muffinförmchen oder kleine Tarteförmchen vorbereiten- ggf. fetten wer keine Papierförmchen benutzt.

Das Fruchtfleisch der Avocado auslösen, in eine Schüssel geben und gut zerquetschen. (wer lieber Butter nehmen möchte, gibt diese flockenweise in die Schüssel). Den Topinambur gründlich abwaschen und putzen und im Anschluss mit Schale kleinraspeln. Den Rohmilchkäse ebenfalls raspeln und beides unter die Avocado mengen.  Die Zwiebel kleinschneiden und dazugeben.

Zum Schluss die Eier und den Mohn unterrühren und alles nach Gusto würzen. Den Teig in die vorbereiteten Förmchen geben und im vorgeheizten Backofen bei 180° für 30min auf mittlerer Schiene goldbraun und knusprig backen.

 

das Cranberrychutney:

Die Cranberries waschen und abtropfen lassen. Die Zwiebel kleinschneiden, Knoblauch und Chilli hacken und ggf den frischen Kurkuma raspeln. Etwas Öl- ich verwende am liebsten Kokosfett, in einen kleinen Topf geben und auf mittlerer Temperaturstufe erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch, Chilli und Kurkuma kurz anrösten, den Honig dazugeben und mit Rotwein ablöschen. Die Cranberries sowie alle Gewürze hinzufügen und mit Deckel (Achtung: Cranberries platzen beim Erhitzen und können auch mal durch die Küche hüpfen;-) für 25min bei niedriger Temperatur einkochen.

Ggf nochmals abschmecken und Nelken, Zimtstange und Loorberblatt aus dem Chutney fischen. Das Chutney über die knusprigen Taler geben und servieren.

Voilà!

 

 

 

_tarte|hokkaido

Fleissig am Kürbisschnitzen und keine Idee wohin mit dem ganzen Fruchtfleisch? Ab damit in den Ofen! Hier kommt mein allerliebstes Rezept für den gesündesten Pumpkinpie- und lassen wir mal den Gesundheitsaspekt beiseite: Lekker ist er auch noch! Ohne Gluten, Laktose oder Zucker- dafür bis zum Kuchenrand voll mit jeder Menge Vitaminen und Nährstoffen! Wer sich vegan ernährt kann einfach mit Kokosfett statt Ghee arbeiten.

Ich verwende am liebsten Hokkaido, der durch seinen geringen Wasseranteil eine deutlich höhere Nährstoffdichte aufweist als seine riesigen Kollegen aber natürlich kann man für diesen Kuchen jeden Lieblingskürbis verwenden.

Hokkaido kennen und kultivieren wir in Europa erst seit gut 20 Jahren. Er wurde erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts in Japan auf der Insel Hokkaido gezüchtet und erlebt seit jeher einen regelrechten Boom! Warum? Er ist deutlich kompakter bei gleichen Nährstoffwerten was, wie bereits erwähnt an seinem geringeren Wasseranteil liegt. Seine leuchtend orangene Farbe verdankt er wie alles an Gemüse und Frucht aus dieser Farbpalette dem hochen Anteil an Beta- Karotin.

Beta- Karotin, auch Provitamin A genannt, ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Familie der Carotinoide und kann von unserem Körper in Vitamin A umgewandelt werden. Vitamin A wirkt als Antioxidans und unterstützt Zellerneuerung und Zellwachstum. Ausserdem unterstützt es unsere Immunabwehr, was besonders für den Wetterumschwung im Herbst wichtig für unser Gesundheit ist!

Hokkaido wirkt übrigens wie alle Kürbisarten entschlackend und entwässernd und dank seines niedrigen Fettgehaltes können wir nie genug davon essen! Und das Allerbeste: Wir können ihn mitsamt Schale essen!

Zutaten:

für den Boden:

100g Leinmehl

100g glutenfreie Haferflocken

125g Ghee (geklärte Butter) oder Butter /Kokosfett + für die Form

1 Banane

1 Eßl Chiasamen + 6 Eßl lauwarmes Wasser zu Chiagel ziehen lassen

3 Teel Reinweinsteinbackpulver

für die Füllung:

1 Hokkaido

2 Bananen

100ml Mandelmilch oder lactosefreie Sahne

1 Eßl Chiasamen + 6Eßl lauwarmes Wasser zu Chiagel ziehen lassen

Mark von 1/2 Vanilleschote

2Teel Zimt

 

Zubereitung:

der Boden:

Mit dem Chiagel beginnen, dafür die Samen mit dem Wasser verrühren und beiseitestellen.

Die Banane zerquetschen und mit flockenweise Ghee (oder Butter oder Kokosfett) in eine Schüssel geben. Die restlichen Zutaten sowie das Chiagel hinzufügen und kurz im Kühlschrank ruhen lassen. Eine Tarteform fetten und mit etwas Leinmehl ausstäuben. Aus 2/3 des Teiges einen Boden auslegen, mit einer Gabel ein paar Luftlöcher einstechen und diesen für 5min im vorgeheizten Backofen bei 180° vorbacken. Vorsichtig aus dem Ofen holen und aus dem restlichen Teig einen Rand ansetzen.

 

die Füllung:

Wie beim Boden auch hier mit dem Chiagel beginnen. Den Hokkaido gründlich waschen, vierteln, die Kerne mit einem Löffeln entfernen und zerlegen-  so dass er problemlos geraspelt werden kann. Mit einer Reibe fein oder grob in eine Schüssel raspeln.

Die Bananen zerquetschen, hinzugeben und das Chiagel sowie die restlichen Zutaten hinzufügen.

Alles gut vermengen und die Masse gleichmässig in der Form verteilen.

Den Backofen auf 180° vorheizen und die Tarte auf der mittleren Schiene solange backen bis die Füllung stockt- ca 30min.

Voilà!

 

_biskuit|mandel


Mal eben einen schnellen Obstboden mit ganz leckeren und wenigen Zutaten? Bitteschön: das blitzschnelle Rezept für einen köstlichen Mandelbiskuit! Einfacher geht´s kaum in der Zubereitung und gesund ist das Ganze auch noch: Wie alle Rohschliffrezepte kommt auch dieses ohne Zucker und Milchprodukte aus und ist glutenfrei! Das Schöne ist, dass der Biskuit so reich an Nährstoffen ist, dass eine halbe Fußballmannschaft davon satt wird- denn Mandeln haben´s in sich! Wer täglich ca 60g des basischen Steinobstes verzehrt, kann trotz des relativ hohen Fettgehaltes seinen Cholesterinspiegel senken, da die reichlich enthaltenen Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe) antioxidativ wirken. Das ist jedoch noch nicht alles: Das kleine Kernchen liefert uns nicht nur ein geballtes Spektrum an Nährstoffen, Spurenelementen und Vitalstoffen sondern liefert diese auch noch in einem perfekten Verhältnis zueinander! So kann unser Stoffwechsel die enthaltenen Zutaten optimal verstoffwechseln was zu einer effizienten und schnellen Energiezufuhr führt. Neben der Tatsache, dass Mandeln unser Cholesterin senken, schützt uns der Verzehr von Mandeln auch vor dem Risiko an Diabetes zu erkranken- den neuesten Studien zufolge, erhöhe ein viermonatelanger Verzehr von 80g Manden täglich die Insulinsensitivität.

Auch beim Abnehmen kann die Mandel unterstützen. Ihre geniale Kombination aus ungesättigten Fettsäuren kurbelt den Stoffwechsel an- auch wenn 100g Mandeln über 500kcal enthalten. In den kleinen Kernen stecken satte 54 % Fett- die Fettsäurenzusammensetzung wirkt sich auf unser Gesundheit so aus wie die der Olive ( hier wirken Ölsäuren, auch einfach ungesättigte Fettsäuren genannt und ein geringer Teil Linolsäure- einer mehrfach ungesättigten Fettsäure).

Interessant für Sportler: es gibt kaum eine bessere Magnesiumquelle nach dem Sport als eine handvoll Mandeln- in der Kombination mit Bananen die diesen Kuchen süssen also perfekt auch nach oder vor dem Sport! Da bleibt nur noch zu sagen: Ran an den Kuchen 🙂

img_1690-1

Wer das Glück hat, einen Obstgarten plündern zu können kann einfach das, was gerade an Bäumen und Sträuchern hängt auf den Mandelboden werfen und mitbacken. Ich habe weiße Johannisbeeren und eine allerletzte Brombeere am Strauch gefunden- und dann noch die Obstschale geleert 🙂
Übrigens: In vielen Großstädten gibt es die Möglichkeit leckere und noch gute Lebensmittel zu ergattern die anderswo aussortiert wurden-  und sie so vor der Tonne zu retten, denn Lebensmittelverschwendung will doch wirklich niemand! Wer in Köln wohnt sollte unbedingt mal zu the THE GOOD FOOD in Ehrenfeld gehen!
Zutaten Boden:
300g gemahlene Mandeln
3 Bananen (alternativ: 4 Datteln)
3 Eiweiß
1Teel Honig
Prise Salz
3 Eßl Kokosöl + für die Backform
3 Teel Reinweinstein
Zubereitung Boden:
Eine Springform mit Kokosöl fetten. Den Backofen auf 160° Ober-/Unterhitze vorheizen.
3 Eier trennen und das Eiweiß in einem Rührbecher mit einer Prise Salz und dem Honig steiff schlagen bis Eischnee entsteht.
Die Bananen schälen und kleinschneiden. In eine Schüsssel geben, das Kokosöl hinzufügen und mit einer Gabel zu Brei zerdrücken. Wer kein Bananenfan ist, nimmt an der Stelle einfach Datteln und geht genauso vor.
Die Mandeln und den Reinweinstein unter den Bananenbrei rühren und zuletzt den Eischnee vorsichtig unterheben, so dass eine fluffige Masse entsteht.
Den Teig mit einem Teigspatel in der Springform verteilen und glattstreichen. Das Lieblingsobst oder Beeren auf den Teig setzen und  zwischendurch naschen, dekorieren und verzieren was das Zeug hält! Wer möchte, kann vorher auch etwas Eigelb, das übriggeblieben ist auf den Boden pinseln. Ich bin ein großer Fan davon, während der Backzeit, diese beträgt etwa 45min auf mittlerer Schiene bei 160° Ober-/Unterhitze, ein schnelles Spiegelei (ohne Spiegel, denn Eiweiß ist ja keins mehr übrig) zu braten.
Voilà!

__walnusstarte|birne|holundermousse

Die Äste der Holunderbäume biegen sich vor lauter Beeren gerade bis zum Boden- Zeit, den Hut zu ziehen (denn so will es eine alte Tradition), ein paar davon zu pflücken und diese schrecklich leckere und einfache Tarte zu backen! Holunder- auch Holler oder Holder genannt (die Germanen glaubten, dass in ihm ihre Schutzgöttin Holda wohne und legten ihre Opfergaben darunter. Aus Holda wurde bei den Gebrüdern Grimm übrigens Frau Holle) liefert satte 18mg Vitamin C und 1,8mg Eisen pro 100g. Die in Holunder enthaltenen ätherischen Öle schubsen ihn in die Gattung der Heilpflanzen denn sie sollen schleimlösend wirken und die Abwehrkräfte stärken. Eigentlich sind die Beeren zwischen September und Oktober reif aber bekanntlich macht Frau Holle ja was sie will also bitteschön:


Neben dem hohen Gehalt an Vitamin C liefert uns dieses raffinierte Rezept auch noch jede Menge Omega 3 Fettsäuren und Proteine da der Boden mit Lein- und Walnussmehl gebacken wird. Außerdem verwenden wir Walnüsse und Cashewkerne. Die Süsse liefern uns insgesamt 3 Bananen. Wer regional backen möchte, ersetzt die Cashewkerne durch die gleiche Menge Walnüsse und die Bananen durch etwas Waldhonig. Die Tarte ist auf jeden Fall wie alle Rohschliffrezepte zucker-, gluten-, und laktosefrei und wir verzichten diesmal auf Eier denn Nährstoffe liefert sie uns durch ihre Zusammensetzung schon genug! Wer noch keine reifen Holunderbeeren pflücken kann oder keine Hut besitzt, nimmt einfach die doppelte Menge Heidelbeeren oder Beeren nach Wahl 🙂

 

Zutaten Boden:

2 Bananen

3 gehäufte Eßl Walnußmehl

3 gehäufte Eßl Leinmehl

3 Eßl Kokosöl + für die Backform

1 Teel Basilikum- oder Chiasamen + 6 Teel Wasser

1 handvoll Walnüsse

3 Teel Reinweinstein

 

Zubereitung Boden:

Wer keine Basilikumsamen hat kann auch Chiasamen verwenden, sie haben als Gel den gleichen Bindeeffekt. 1 Teel davon mit 6 Teel lauwarmem Wasser in ein Glas geben, verrühren und für 15 min beiseite stellen bis die Flüssigkeit zu Gel geworden ist.

Den Backofen auf 160° Ober-/ Unterhitze vorheizen. Eine Tarteform oder Springform fetten, beiseite stellen.

Die Bananen in einer Schüssel mit Hilfe einer Gabel zerquetschen. Das Kokosöl in einem kleinen Topf langsam schmelzen, bis es flüssig ist und zu den Bananen geben. Gut verrühren und die Mehle sowie das Reinweinsteinpulver unterheben. Das Chiagel hinzufügen und den Teig gut verkneten. Die Walnüsse grob hacken und in den Teig einarbeiten.

Die Teigmasse in die Form geben und gleichmässig verteilen. Einen kleinen Rand hocharbeiten und für 15min im vorgeheizten Backofen bei 160° Ober-/ Unterhitze auf mittlerer Schiene goldbraun vorbacken.



Zutaten Holundermousse + Belag:

2 Hände voll Holunderbeeren

Abrieb von 1/2 Zitrone

200g Cashewkerne

150g Blaubeeren

2 Eßl Basilikum- oder Chiasamen + 12 Eßl Wasser

1 Banane

3 Eßl Süsskartoffelstärke

(alternativ 1 Päckchen Bio Vanillepuddingpulver wer keine Süsskartoffelstärke bekommt)

Mark von 1/2 Vanilleschote

4 Birnen

10 Brombeeren zur Dekoration

 



Zubereitung:

Holunderbeeren vom Stil befreien, gründlich waschen und in einem Topf mit dem Zitronenabrieb kurz aufkochen denn roh sollte man Holunderbeeren niemals verzehren- das in den Kernen enthaltene Samburginin wird durch Hitze unschädlich gemacht.

Die Cashewkerne in der doppelten Menge Wasser quellen lassen und beiseite stellen.

Basilikum- bzw. Chiasamen und 12 Eßl lauwarmes Wasser in einem Glas zu Gel ziehen lassen.

Die gekochten Holunderbeeren zusammen mit den gewaschenen Blaubeeren, der Banane, dem Vanillemark und der Stärke in einen Standmixer geben ( alternativ in ein hohes Rührgefäß und mit einem Pürierstab arbeiten). Die gequollenen Cashewkerne abseihen und ebenfalls hinzufügen. Alles cremig pürieren und zum Schluss das Gel unterrühren.

Die Birnen schälen, entkernen, vierteln und fächerförmig einschneiden und auf den vorgebackenen Boden legen.

Die Holundermousse darüber geben, gut verteilen und mit Brombeeren garnieren. Die Tarte in den vorgeheizten Backofen bei 160° auf mittlerer Schiene für 30min backen. Sie ist fertig, wenn die Masse anfängt zu stocken und dunkellila wird.

Wer noch Holunderbeeren übrighat, kann den Kuchen damit garnieren allerings diese auf keinen Fall verzehren!

Voilá!





_rawcake|heidelbeere|mohn

Heute mal ohne viele Worte direkt zum Rezept denn der Rawcake geht blitzschnell- allerdings muß man drei Stunden vor dem Kühlschrank warten und warten und warten bis er fertig ist also los! Nur ganz kurz:

Wie alle Rohschliffrezepte ist auch das hier glutenfrei und lactosefrei und heute mal ganz vegan. Zum Süßen verwenden wir Datteln, denn die haben verglichen mit Industriezucker einen niedrigeren glykämischen Index. Zuviel Fachchinesisch? Sie erhöhen unseren Insulinspiegel nicht so schnell wie Zucker und weil wir auch noch Heidelbeeren verwenden, die den Insulinspiegel senken, fallen wir selbst nach einem Riesen Stück (und vielen Nährstoffen) von dieser Torte nicht ins Müdigkeitsloch sondern können fröhlich weiter unsere Runden drehen. Man braucht nur einen Tortenring und etwas Geduld. Ich habe für mein Rezept den kleinstmöglichen Durchmesser des Ringes benutzt.

Zutaten Boden:

200g Mandeln|gemahlen

4 Datteln|zerkleinert

3 Eßl Kokosöl

1/2 Vanilleschote|Mark


Zubereitung Boden:
Die Datteln (am Allerbesten frische Datteln verwenden) entkernen und schälen und in einer Schüssel zerdrücken. Wer keine frischen Datteln im orientalischen Supermarkt bekommt kann auch die getrocknete Variante verwenden- diese dann ungeschält sehr fein hacken. Die gemahlenen Mandeln sowie das Vanillemark hinzufügen und verrühren. Das Kokosöl in einen Topf geben und schmelzen bis es flüssig ist, dann mit den übrigen Zutaten im Topf vermengen.

Die bröselige Bodenmasse im Tortenring (diesen auf einen ebenen Untergrund stellen) verteilen und zu einem Boden formen und fest andrücken, bis er geebnet ist. Das Ganze ins Gefrierfach stellen solange die Tortencrème zubereitet wird.
Zutaten Tortencrème:

300g Heidelbeeren

200g Cashewmus

3 Eßl Kokosöl

4 Datteln

3 Eßl Mohn|+ 1 Eßl als Topping |gemahlen

1 Bio Zitrone|Abrieb

1/2 Vanilleschote|Mark
Zubereitung Tortencrème:

Die Heidelbeeren waschen, die Datteln entsteinen und alles zusammen pürieren.

Den Zitronenabrieb, das Cashewmus, 3 Eßl Mohn und das Vanillemark hinzugeben und alles gut verrühren.

Das Kokosöl in einem Topf schmelzen und zu den restlichen Zutaten geben und unterrühren. Den Boden aus dem Gefrierfach nehmen und die Seiten nochmals gut festdrücken, damit die Tortencrème nicht durch den Tortenring laufen kann.

Die Tortencrème auf den Boden geben und glattstreichen. Den restlichen Mohn darüber streuen und den Rawcake für mindestens drei Stunden ins Gefrierfach stellen. Vor dem Verzehr für 5min antauen lassen.

Voilà!


_torte|banane|mango|matcha


Yeah, willkommen im zuckerfreien Tortenhimmel! Diese Torte hier ist das wohl fluffigste Experiment der letzten acht zuckerfreien Monate und kommt mit dem Fruchtzucker aus drei Bananen und einer Mango aus. Aber es geht noch besser: Die Bananen sind im Tortenboden versteckt und der braucht nur noch ein paar gemahlene Mandeln. Für den Frischekick sorgen Matcha und Zitronenabrieb und um die karibische Crèmigkeit kümmert sich Kokosmilch. Die Eier können durch Chiagel ersetzt werden und schwupps ist das Ganze auch noch vegan! Gut, oder?

 

Zutaten Boden:

3 reife Bananen

200g Mandeln gemahlen

2 Eier oder Chiagel (2 Eßl Chiasamen mit 12 Eßl lauwarmen Wasser für 30min quellen)

2 Eßl Kokosöl + zum Einfetten der Backform

2 Eßl Reinweinstein

Prise Salz

Zubereitung Boden:

Die Bananen schälen und in einer Schüssel zerquetschen. Eier, Kokosöl, gemahlene Mandeln, Reinweinstein und eine Prise Salz hinzugeben und alles gut vermengen.

Den Teig gleichmässig in einer gefetteten Springform verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 175° für 30-35min backen.

Den Boden in der Springform auskühlen lassen, denn wer nicht doppelt spülen will kann statt einem Tortenring auch einfach die Springform für die Tortenfüllung benutzen und die Crème darin direkt auf dem Boden erkalten lassen 😉

 

Zutaten Tortencrème:

1 reife Mango (wenn die Mango noch nicht reif und süss genug ist, 2 Teel Honig hinzufügen)

100ml Kokosmilch

1 Bio Zitrone, Abrieb

Mark von 1/2 Vanilleschote

1 Teel Agar Agar

2g Matcha

Zubereitung Tortencrème:

Die Mango schälen, zerkleinern und mit der Kokosmilch mit einem Pürierstab oder im Standmixer pürieren. Vanillemark und Matcha hinzufügen. Den Zitronenabrieb bereit stellen.

3 Eßl von der Flüssigkeit abnehmen, in eine Schüssel geben und das Agar Agar mit einem Schneebesen einrühren.

Den Rest der Flüssigkeit in einen Topf umfüllen und die Agar Agar Masse aus der Schüssel in die kalte Flüssigkeit im Topf einrühren.

Alles unter Rühren zum Kochen bringen und für drei Minuten aufkochen lassen. Ganz zum Schluß den Zitronenabrieb unterrühren, dann direkt auf den erkalteten Kuchenboden gießen und die Torte für 1 Stunde im Kühlschrank abkühlen lassen. Danach mit Obst oder Matchapulver verzieren. Lavendel geht natürlich auch 🙂

Voilà!

 

 

_Quiche|Zucchini

Heute kommt mal was Herzhaftes auf den Bildschirm und zwar etwas verdammt Köstliches! Eine Quiche mit Zucchinistrudel- und dazwischen eine Füllung aus Schafskäse, Eiern und Rinderhack. Der Boden ist ein Mürbeteig aus Butter und Kochbananenmehl. Wer kein Kochbananenmehl hat kann auch eine andere glutenfreie Alternative nutzen wie zum Beispiel Leinmehl oder Kokosmehl, gemischt mit Hanfmehl  um den Teig herzhafter zu machen. Buchweizenmehl eignet sich leider nicht für einen Mürbeteig, da die Flüssigkeit fehlt um das Mehl vorm Backen quellen zu lassen.

Zutaten

für den Boden:

150g Kochbananenmehl

100g Butter + zum Einfetten der Quicheform

2 Teel Ghee (geklärte Butter), Kokosöl oder Schmalz zum Anbraten des Hacks

1 Ei

3 Teel Reinweinstein

Salz

für die Füllung:

2 grüne Zucchini

125g Feta (ist laktosefrei)

125g Rinderhack vom Weiderind

1 Bund frischer Basilikum

2 Bio Eier

2 Zehen Knoblauch

2 Schalotten

Salz, Pfeffer, frischgeriebene Muskatnuss

Zubereitung

Aus Mehl, kalter Butter, Ei, Reinweinsteinpulver und einer Prise Salz einen Mürbeteig kneten, abdecken und für 30min im Kühlschrank kalt stellen. Die Quicheform fetten.

In der Zeit die Füllung zubereiten. Dafür die Zwiebeln fein würfeln, den Knoblauch hacken und mit dem Rinderhack in einer heißen Pfanne in Ghee scharf anbraten. (wir sollten bei hohen Back- und Brattemperaturen immer darauf achten, dass keine Transfettsäuren entstehen und auf Kokosöl, Schweineschmalz oder geklärte Butter zurückgreifen denn diese Fette sind bereits gesättigt und können sich nicht mehr durch hohe Temperatureinwirkung aufspalten.)

Den Feta zerbröseln und mit dem Rinderhack in eine Schüssel geben. Das Basilikum kleinzupfen und zusammen mit den Eiern hinzufügen. Die Masse gut verrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Den Backofen auf 150° Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Zucchinis gründlich waschen und mit Schale in dünne Streifen schneiden. Wer keine Lust auf meditatives Schnibbeln hat, kann dazu auch einfach einen Gemüseschäler benutzen!

Aus 2/3 des Mürbeteiges einen Boden formen und mit einer Gabel ein paar Mal einstechen. Den Boden für 10min bei 150° vorbacken. Danach vorsichtig herausnehmen und aus dem restlichen Teig einen gleichmässigen Rand ansetzen.

Die Füllung in die Form geben und glattstreichen. Zum Schluss den Strudel aus dem Berg Zucchinistreifen durch spiralenförmige Anordnung vom Zentrum aus formen. Wer keinen Strudel mag, der formt was auch immer nach Lust und Laune! Zurück in den Ofen 40min backen, bis der Teig goldbraun, die Zucchini gar und der Feta köstlich knusprig ist!

Voilà!

_tartes|citron

Diese kleinen Zitronentartes sind im Handumdrehen fertig (leider verschwinden sie genauso schnell auch wieder). Der Boden ist ein Rawcake und die Zitronencrème hat neben vielen Vitaminen auch einen ordentlichen Schuss Südsee intus! 

Zutaten

für den Rawcakeboden siehe hier

für die Zitronencrème:

3 Zitronen|Saft+Abrieb

100ml Kokosmilch

3 Teel Honig

1/2 Vanilleschote|Mark

1,5 Teel Agar Agar|Alginat

Zubereitung

Den Rawcake nach Anleitung zubereiten und auf kleine, mit Kokosöl eingefettete Tarteförmchen  verteilen, andrücken und den Rand sauber hocharbeiten.

Die Tarteförmchen in den Kühlschrank stellen.

Für die Zitronencrème 5 Eßl  Kokosmilch abnehmen und separat mit dem Alginat verrühren, zur Seite stellen. In einem Topf die restliche Kokosmilch mit Honig und Vanillemark verquirlen und das angedickte Alginat mit einem Schneebesen einrühren. Wenn alles gut vermengt ist, langsam erhitzen und zum Kochen bringen. Wenn die Flüssigkeit kocht, den Zitronensaft sowie den Zitronenabrieb unterrühren (die Kokosmilch würde gerinnen, wenn sie unter Zugabe der Zitrone noch nicht kochen würde). Kurz und unter ständigem Rühren kochen lassen, vom Herd nehmen und sofort in die Tarteförmchen füllen. Nach Lust und Laune verzieren mit Minze, Beeren oder Zitronenzesten und für 30min kaltstellen.

Voilà!

_pesto|wildkräuter

Sommer, Sonne, wolkenloser Himmel! Was gibt es Schöneres, als bei diesem Wetter über Felder und Wiesen zu flanieren und ganz nebenbei das Abendbrot zu pflücken? Unkräuter wie Sauerampfer, Vogelmiere, Klee, Löwenzahn, Gänseblümchen, Brennnessel, Spitzwegerich oder Schafgarbe werden auch als Wildkräuter bezeichnet und sprießen am Weges- oder Waldrand, auf Wiesen oder Auen- man muß nur die Augen offenhalten! Wildkräuter enthalten neben ätherischen Ölen, die umso mehr Geschmack abgeben, je frischer sie sind auch ein breites Spektrum an Mineralstoffen, Bitterstoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Ballaststoffen und Vitaminen weshalb sie in Medizin und Naturheilkunde auch als Arznei und Heilpflanzen genutzt werden. Achtung: wer sich nicht wirklich  sicher ist, was er da so pflückt, der sollte doch besser auf dem Markt auf Wildkräuterjagd gehen denn eine Verwechslung mit Giftpflanzen kann fatal enden. Wer keine Wildkräuter- auf welche Art auch immer, ergattern kann, der nimmt einfach einen kleinen Bund Rauke!


Zutaten

2 Hände voll Wildkräuter|oder Rauke

5 Eßl  Olivenöl|nativ

1 Knoblauchzehe

1 Eßl Kapern|in Meersalz konserviert

2 Eßl Cashewkerne

100g Pecorino|Veganer nehmen einfach 1 Eßl mehr Cashews

1 Zitrone

1 Teel Honig

Meersalz|Pfeffer

Zubereitung

Die Cashews für eine Stunde in Wasser quellen lassen um Alkaloide und Saponine auszuschwemmen. Gründlich abwaschen, genauso wie die Wildkräuter und zusammen mit Olivenöl, dem Saft einer Zitrone, dem Honig und den Gewürzen mit einem Pürierstab oder im Standmixer zerkleinern bis das Pesto  eine sämige Textur hat. Vorsicht beim Salzen: Da die Kapern bereits in Meersalz eingelegt sind, erst probieren bevor man nochmal Salz hinzufügt. Das Pesto schmeckt hervorragend zu Süsskartoffel- oder Selleriegnocchis- und kann danach für die Zucchiniquiche und weitere Rezepte zum Kochen verwendet werden!

Voilà! 

_tarte|wasserkastanie|cocos

Heute holen wir die Kastanien mal aus dem Teich- besser gesagt, die Nüsse, denn Wasserkastanien sehen denen, die am Baum wachsen zwar sehr ähnlich, zählen aber zu den Nüssen und sie sind prall gefüllt mit Vitaminen, Mineral- und Nährstoffen. Vor allem das breite Spektrum der B Vitamine ist toll für unseren Stoffwechsel, da die sogenannten Coenzyme zur Energiegewinnung beitragen und nebenbei noch andere Vitamine in ihrer Funktion unterstützen und verstärken. Sie schützen darüber hinaus unser Immunsystem und helfen fleißig bei der Entstehung roter Blutkörperchen. Wasserkastanien sind ein toller Kalium- und Eisenlieferant, was sie gerade für Sportler auf den Speiseplan rufen sollte! Und weil sie so gesund sind, braucht dieser Kuchen kein Mehl, keinen Zucker und keine Milchprodukte. Wer sich vegan ernährt, ersetzt die Eier einfach durch Chiagel. 

Zutaten

340g Wasserkastanien|Nettogewicht

100ml Kokosmilch

100g Kokosraspeln

8 Datteln

2 Eier|oder 2 Eßl Chiasamen+12Eßl Wasser zu Chiagel gezogen

2 Eßl Kokosfett|+ zum Einfetten

3 Teel Reinweinstein

3 Eßl Süsskartoffelstärke

Mark von 1/2 Vanilleschote

2 Feigen|Obst nach Wahl als Belag

Zubereitung

Die Datteln halbieren, entkernen und von ihrer Schale befreien. Zusammen mit den abgetropften Wasserkastanien, den Eiern, und der Vanille in einen Standmixer geben und alles pürieren. Eine Quicheform fetten und den Ofen auf 160• vorheizen. Nun in einer Schüssel die Kokosraspeln und das Reinweinsteinpulver mit der Kastanienmasse aus dem Standmixer vermengen und das Kokosfett in einem Topf schmelzen. Das Kokosfett hinzufügen und sorgfältig in den Teig einarbeiten. Den Teig in der vorbereiteten Form glattstreichen und nach Lust und Laune dekorieren! Für 45min bei 160• bei Ober-|Unterhitze auf der mittleren Schiene backen.

Voilà!

_scones|avocado

Good News für alle Frühstückfans- insbesondere für Rosinenbrötchenliebhaber! Diese Avocadobrötchen haben weder Milch noch Rosinen intus, treffen geschmacklich aber voll ins Schwarze! Ohne Mehl, Zucker und Lactose machen sie morgens umso mehr Spaß, denn wir wollen ja nicht mit vollem Magen zurück in die Federn fallen sondern voller Energie in den Tag starten! (An alle Intervallfastenden: auch nach dem Mittagessen gehen sie noch locker als Dessert durch). 

Zutaten:

1 Avocado|reif

200g Mandeln

2Essl Kokosöl|+für die Springform

2 Teel Reinweinstein 

2 Eier

10 Datteln|getrocknet

Mark einer halben Vanilleschote

Prise Meersalz

Zubereitung

Die Datteln kleinhacken und mit dem Fruchtfleisch der Avocado, den Gewürzen, Eiern und Mandeln in eine Rührschüssel geben und anschließend mit einer Gabel zerdrücken, so dass die Avocado eingearbeitet ist. Alles gut verrühren, den Ofen auf 160• Ober-|Unterhitze vorheizen und das Kokosfett in einem kleinen Topf schmelzen und unter den Teig rühren. Eine Springform fetten und den Teig darin gleichmäßig verteilen und glattstreichen. Ab in den Ofen und bei 160• Ober|Unterhitze für 30min auf mittlerer Schiene backen. Abkühlen lassen, Kuchen vom Springformrand lösen und mit einem Glas runde Brötchen ausstechen.

Voilà!

_tarte|stachelbeere

Endlich hat die Sommerbrise auch köstliche Stachelbeeren hervorgebracht- die Sträucher hängen voll davon und darum gibt es heute gleich zwei Variationen weil ich einfach nicht aufhören konnte zu pflücken. Entweder tauchen die kleinen grünen Beeren aus frischer Quittencrème hervor oder die Roten wiegen sich in fluffiger Mangomousse. Beide Crèmes sind vanillig wie es vanilliger nicht sein kann und die Tartes schmecken herrlich erfrischend durch die angenehme Säure der Beeren. So wie alle  Rohschliffideen, kommt auch dieses Rezept ohne Zucker, Gluten und Laktose aus. 

Die Stachelbeere hat, verglichen mit ihren anderen Beerenkollegen, den höchsten Zuckergehalt von allen- was man so nicht erwartet, wenn man sich eine frische, grüne Stachelbeere vorstellt! In ihrem Inneren verstecken sich neben vielen Nährstoffen drei besonders Nennenswerte: Vitamin C, Folsäure und eine beachtliche Portion des Spurenelements Silicium. Silicium stärkt unsere Blutgefäße und kann so auch Besenreißern und Krampfadern vorbeugen. Also ran an die Tarte!

250g rote oder grüne Stachelbeeren waschen, abtropfen lassen, entstielen und halbieren.

Zutaten|Boden

100g Kokosmehl

100g Butter|+ zum Einfetten

50g Mandeln|kleingehackt

10 Datteln|kleingehackt

1 Ei

Zubereitung

Aus allen Zutaten einen Mürbeteig kneten und für 30min in den Kühlschrank stellen. Den Backofen auf 150• vorheizen und aus 2/3 des Teiges in einer gefetteten Quicheform den Boden auslegen und 10min auf mittlerer Schiene bei Ober-|Unterhitze vorbacken. In der Zeit die Crème vorbereiten:
Zutaten|Mangocrème

1 reife Mango

3 Eigelb

1 Teel Honig

Mark von 1 Vanilleschote

Zutaten|Quittencrème

2 Quitten

3 Eigelb

4 Teel Honig

Mark von 1 Vanilleschote

Zubereitung

Für eine Crème entscheiden und das  jeweilige Fruchtfleisch entkernt und geschält in Stücke schneiden. Alle Zutaten in einem Standmixer oder mit einem Pürierstab pürieren.

Den Boden aus dem Backofen holen und etwas abkühlen lassen. Dann mit dem restlichen Mürbeteig einen Rand legen und anarbeiten. Die Stachelbeeren auf dem Boden auslegen und die Crème gleichmäßig darüber verteilen. Die Tarte nun für 45min auf mittlerer Schiene bei 150• Ober-|Unterhitze backen.

Voilà!

_pizzateig|blumenkohl

Sonntag ist Pizzatag! Und die geht auch viel zu gesund und leckerleckerlecker! Mein Pizzateig ist aus Blumenkohl- wer es sonntags lieber grün mag, nimmt einfach einen Kopf Romanesco. Klar im Vorteil ist der, der einen Entsafter zuhause stehen hat- alle anderen müssen Körpereinsatz zeigen und ein paar mehr Kalorien verbrennen indem sie den Kohl fein hacken. Aber sei’s drum: das Ergebnis kann sich sehen lassen!!! Und wer keine Lust auf Kohlgeruch hat, der versteckt einen Spritzer Zitronensaft im Teig- das erhöht dann auch nochmal den eh schon guten Vitamin C- Gehalt der Pizza!

Zutaten für ein Blech:

1 Kopf Blumenkohl oder Romanesco

2 Eier

150g Rohmilchkäse

ein Spritzer Zitronensaft

Salz, Pfeffer, Muskatnuß

Belag nach Wahl: Hierbei darauf achten, dass die Pizza nicht zu üppig beladen wird, damit sie schön knusprig wird!

 

Zubereitung

Ein Backblech mit Backpapier belegen und den Backofen auf 200° Ober-/ Unterhitze vorheizen. Den Kohl entweder zerkleinern und durch den Entsafter jagen oder Stiele und Röschen waschen und im Anschluss hacken, so dass Raspeln entstehen. Ob Variante Entsafter oder Messer: die Kohlraspeln salzen, mit Zitronensaft beträufeln, auf dem Backpapier ausbreiten und für 10 min  bei 200° Ober-/ Unterhitze im Ofen trocknen lassen, damit auch die letzte Flüssigkeit verdampft ist.

In einer Schüssel die Eier mit Salz, Pfeffer und Muskatnuß verquirlen. Den Rohmilchkäse raspeln und dazugeben. Wenn der Blumenkohl fertig ist kommt er ebenfalls (kurz abgekühlt sonst schmilzt der Käse schon) unter die Masse und alles wird nochmals gut miteinander verrührt.

Ein neues Backpapier auf das Blech legen und aus dem Teig zwei Pizzafladen formen. Diese mit einer Gabel ein paar Mal einstechen und das Ganze für weitere 15min auf mittlerer Schiene bei 200° Ober-/ Unterhitze ohne Belag vorbacken.

Nach der Backzeit das Blech aus dem Ofen holen, die Teigfladen wenden und nach Lust und Laune belegen. Da der Teig schon gar ist, kommen die Pizzen genauso lange zurück in den heißen Ofen bis der Käse auf dem Belag knusprig ist- ca 10min. Aus dem Ofen holen und noch frischen Oregano oder Thymian darüber verteilen.

Voilà!

 

_gratin|avocado|spargel|feta|lactosefrei

Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einem Avocadoauflauf? Manchmal entstehen die besten Rezepte einfach wenn man keine Lust hat einkaufen zu gehen und man den Kühlschrank auf den Kopf stellt um eine Resteparty in der Pfanne zu feiern oder wie heute: im Backofen. Da ich ein großer Auflauffan bin, habe ich die Guacamole zum Überbacken genommen, sie mit Ei und Rohmilchkäse abgebunden und mein Restegemüse – grünen Spargel, damit überbacken. Ein Stückchen Schafskäse war auch noch dabei. Wer mehr über die Avocado wissen möchte, klickt einfach hier.


Zutaten

1 essreife Avocado

1/2 Zitrone

2 Zehen Knoblauch

1 Ei

150g Rohmilchkäse (ist laktosefrei)

150g Feta (ist laktosefrei)

1 Bund grüner Spargel oder anderes Gemüse

2 Schalotten

1 kleine rote Chillischote

Muskatnuß|Pfeffer|Meersalz|

Oregano frisch oder getrocknet
Zubereitung

Den Spargel waschen, von den hölzernen Enden befreien und mit den kleingewürfelten Zwiebeln sowie dem Knoblauch kurz in der Pfanne anrösten. Dann alles in eine Auflaufform geben. Den Backofen auf 180• vorheizen.

Für die Guacamole das Fruchtfleisch der Avocado in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken, die kleingehackte Chilli (wer es nicht ganz so scharf mag, entfernt vorher die Kerne), sowie den Saft einer halben Zitrone hinzufügen und mit dem Ei verquirlen. Salzen, pfeffern und mit einer Idee frischgeriebener Muskatnuß abschmecken. Den Rohmilchkäse reiben und ebenfalls unter die Masse geben.

Gut verrühren und über den Spargel geben, den Feta darüberbröseln. Für 20min bei 180• im Ofen knusprig und goldbraun backen. Aus dem Ofen holen und mit Oreganoblättchen bestreuen.

Voilà!

_mohnbrot|glutenfrei


Mohn ist ein wahres Nährstoffelixier und weil wir seinen Benefit zum effizienten Muskelaufbau immer in Kombination mit pflanzlichem Eiweiß und Stärke nutzen sollten, gibt es hier noch eine kinderleichte und  herzhaft lekkere Rezeptidee: Ein Brot auf Buchweizenbasis, das dank glutenfreien Haferflocken lockerflockig saftig schmeckt und mit ein paar Cashewkernen noch knackig obendrein. Wer allergisch auf Nüsse reagiert, kann sie auch einfach weglassen! Wer mehr über diese phänomenalen blaugrauen Samen wissen möchte, findet an dieser Stelle mehr dazu.


Zutaten

500g Buchweizenmehl

500ml Wasser

100g Haferflocken|glutenfrei

100g Mohn|gemahlen

eine Tasse Cashewkerne

1 Tütchen Reinweinstein|glutenfrei

2 Eßl Chia Samen|mit 12 Eßl lauwarmem Wasser zu Chiagel verarbeitet

Salz|Fett für die Backformen

Mohn zum Bestreuen
Zubereitung

Das Buchweizenmehl mit dem Mohn und einer Prise Salz vermengen und mit 500ml lauwarmem Wasser für 30min quellen lassen. Die Chiasamen mit 12Eßl lauwarmem Wasser in ein Glas geben, verrühren und ebenfalls beiseite stellen. 2 Kastenformen fetten und den Ofen auf 200• (Ober|Unterhitze) vorheizen. Nach 30min den Reinweinstein, das Chiagel und die Haferflocken unter den Teig mischen und gut vermengen. Anders als ein Weizenmehlteig klebt ein Buchweizenteig enorm, daher empfehle ich einen einfachen Kochlöffel statt einen elektrischen Mixer mit Knethaken dafür zu benutzen!

Die Teigmasse auf zwei Backformen verteilen und glatt streichen. Dabei darauf achten, dass die Teigschicht maximal 5cm hoch ist denn auch hier unterscheiden sich die Backeigenschaften von Weizenmehl und Buchweizen: Der Teig geht zwar gut auf, würde aber zu trocken werden wenn wir nur eine Kastenform bei der Menge benutzen würden. Wer keine zwei Kastenformen hat, kann die Zutaten auch einfach halbieren 🙂

Den glattgestrichenen Teig mit Mohn bestreuen und kreuzweise einschneiden. Bei 180• (Ober-|Unterhitze) auf mittlerer Schiene für 45min knusprig backen.

Voilà!

_mohnkuchen|café

Klatschmohn und Kaffeeklatsch, was gibt es Besseres an freien Nachmittagen mit Freunden? Dieses Exemplar ist absolut paleokompatibel weil glutenfrei, lactosefrei und zuckerfrei – und der Café muß nicht mehr gekocht werden weil wir ihn bereits in der Füllung haben! Wer ihn vegan verspeisen möchte, lässt einfach die Eier weg- der Hefeteig funktioniert genauso gut ohne. Alles was wir brauchen ist etwas Vorbereitungszeit weil der Mohn eine Stunde im Café baden und der Hefeteig derweil im Handtuch ruhen sollte. Aber wenn der Café sowieso schonmal gekocht ist, bleibt auch ein Tässchen für uns übrig und ob wir dann dem Mohn beim Baden oder der Hefe beim Gehen zuschauen- entspannend ist beides.


Die kleinen blaugrauen Kügelchen stecken voller Energie und schützen ganz nebenbei noch Hirn – und Herzfunktionen. Auch wer Muskeln aufbauen möchte, sollte Mohn in seinem Speiseplan fest verankern. Neben einem breitgefächertem Spektrum an Vitaminen und Ballaststoffen liefert er uns essentielle Mineralien und Spurenelemente. Was ihn jedoch so besonders wertvoll für unsere Gesundheit macht, sind die Fettsäuren, die sowohl aus gesättigten als auch aus ungesättigten zusammengesetzt sind und in dieser Kombination zusammen mit unzähligen Aminosäuren und Vitalnährstoffen die Verstoffwechselung der aufgenommen Nahrung boosten kann. Gerade in Kombination mit Getreide oder Stärke sollte Mohn nicht fehlen denn durch dessen Zugabe erhöht sich die biologische Wertigkeit des enthaltenen Proteins, da der Körper die pflanzlichen Proteine besonders gut verstoffwechseln kann. Wie wäre es also zur Abwechslung mal mit einem Stückchen Mohnkuchen nach dem Training?

Zutaten

250g Buchweizenmehl

1/2 Tütchen Trockenhefe (glutenfrei)

2 Eßl Kokosmehl

75g Haferflocken (glutenfrei)

125ml + 1 Tasse Mandelmilch

2 Eier

100g Mohn|gemahlen

1 Tasse Espresso

1 Eßl Chiasamen

1 Eßl Dattelsirup|plus 1 Teel. zum Bestreichen des Bodens

Ghee oder Kokosfett zum Fetten und bestreichen der Böden – wer möchte kann auch Butter (ist per se lactosefrei) verwenden, da der Kuchen bei 175• gebacken wird und sich so keine Transfettsäuren aus der Butter bilden können.

 

Zubereitung

Buchweizenmehl, Kokosmehl und Haferflocken mit der Hefe und einer Prise Salz vermengen in einer Schüssel vermengen und 125ml lauwarme Mandelmilch hinzufügen. Verrühren, mit einem Handtuch abdecken und den Hefeteig an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen. In einer weiteren Schüssel den gemahlenen Mohn mit einer Espressotasse voll starkem Espresso und der gleichen Menge Mandelmilch vermischen. Wer kalten Cafè verwendet, kann die Chiasamen direkt hinzufügen- bei heißem Cafè damit einen Moment warten, bis die Masse lauwarm ist. 1 Eßl. Dattelsirup untermengen und ebenfalls für eine Stunde beiseite stellen.

Den Boden einer Springform fetten und das Ei unter den Hefeteig mischen. Den Teig gut verkneten und die Hälfte abtrennen. Je nach Konsistenz noch etwas Kokosmehl hinzufügen (Buchweizenmehl muß immer eine Weile mit Flüssigkeit aufquellen und ist daher nicht geeignet). Wenn der Teig formbar ist, den ersten Boden auf dem gefetteten Springformboden verteilen und kreisförmig andrücken. Mit flüssigem Fett bestreichen und auf ein Backpapier stürzen. Den Springformboden erneut fetten und mit der zweiten Hälfte des Teiges auslegen. Mit einer Gabel einige Luftlöcher einstechen, damit der Teig gar wird und ebenso mit etwas flüssigem Fett bepinseln.



Nun die Mohnmasse gleichmäßig darauf verteilen und den oberen Boden mit Dattelsirup bepinseln. Diesen mit der bepinselten Seite auf die Mohnmasse legen . Den Kuchen mit Eigelb einstreichen und sternförmig einschneiden. Für 25min bei 175• (Ober-/Unterhitze) auf der mittleren Schiene goldbraun backen und danach mit Kokosflocken, Cafèbohnen oder was einem noch so alles in die Hände fällt garnieren.

Voilà!

_konfitüre|rote_beete|kirsch


An manchen Tagen gibt es einfach nichts Besseres als ein frischgebackenes Brot mit Marmelade. Das Rezept für ein köstliches Brot aus der Steinzeitküche gibt es hier: _brot|quinoa, möhren, buchweizen, saaten

 


Die Konfitüre ist im Handumdrehen fertig und lässt unseren Insulinspiegel schön im Keller, da ihre Grundlage weder Zucker noch Obst ist sondern ein Wurzelgemüse: die rote Beete. Rosenwasser, Granatapfel, Kirschen, Nelken, Vanille und Zitrone verfeinern das herbe Aroma der Beete mit einem Hauch von Frische und Süße. Da kein Gelierzucker verwendet wird, tricksen wir mit einem Löffel Algen um die Konsistenz des Gelees zu festigen. Wer das nicht möchte, kann die Marmeladenmasse auch einfach unpüriert in Weckgläser abfüllen.

 

Zutaten

4 Knollen rote Beete

250ml Rosenwasser

100g Kirschen

1 Granatapfel

1 Zitrone

4 Nelken

1/2 Vanilleschote

1 Teel. Honig

1 Tütchen Agar Agar/ Alginat für 250ml Flüssigkeit

 

Zubereitung

Die Knollen der roten Beete waschen und schälen, in kleine Würfel schneiden und mit den gewaschenen, entsteinten und halbierten Kirschen sowie dem Saft einer Zitrone, den Granatapfelkernen und den Gewürzen zusammen mit dem Rosenwasser in einem hohen Topf erhitzen und auf kleiner Flamme für 25min einkochen. Die Masse pürieren und erkalten lassen.

100ml des erkalteten Pürees in einen Topf geben und das Alginat hinzufügen. Gut verrühren bis alles vermengt ist und nach und nach den Rest des Pürees dazugeben. Das Ganze bei kleiner Flamme kurz aufkochen lassen und dabei gut umrühren. Danach direkt in Einmachgläser umfüllen, auf den Kopf stellen und nach einer Stunde geniessen.
Voilà!

 

 

 

_gnocchi|kochbanane|glutenfrei


Ich habe mich gefragt, wodurch man die Stärke der Kartoffel, die ja ein Nachtschattengewächs ist, in der Steinzeitküche ersetzen könnte und habe es mit Kochbananen versucht – denn mal ganz ehrlich, was geht schon über frische Gnocchi? Und tadaaa, es funktioniert und zwar auch glutenfrei! Der Teig ist auf Buchweizenmehlbasis und kommt auch ohne Ei aus, da die Stärke der Kochbanane den Teig bindet. Wer also vegane Gnocchis möchte, lässt das Ei beim Nachkochen einfach weg. Ich hätte statt Buchweizenmehl gerne Bananenmehl verwendet, konnte es aber nirgends auftreiben. Man kann es wohl selber herstellen, dazu bald mehr! Kochbananen gibt es übrigens in jedem Asiamarkt und sie schmecken auch nicht nach Banane!

Die Kochbanane, auch Gemüsebanane oder Platane genannt, wächst genauso wie die uns bekannte gelbe Banane in Afrika und Südamerika. Dort gilt sie als Grundnahrungsmittel und wird in jeglicher Form zubereitet. Durch ihren hohen Stärkeanteil eignet sie sich hervorragend als Ersatz für Kartoffeln und hat dabei sogar noch einen niedrigen glykämischen Index der den Insulinspiegel nicht direkt in die Höhe schießen läßt! Sie enthält übrigens viel Eiweiß, Ist reich an Ballaststoffen und eine hervorragende Magnesiumquelle. Perfekt zur Muskelregeneration nach dem Training!!!


Zutaten

4 Kochbananen

150g Buchweizenmehl|plus Mehl zum Verarbeiten zB.: Kokosmehl

100ml Wasser

1Ei

Salz|Pfeffer|Muskatnuß

optional: Butter|Basilikum

Zubereitung

Die Kochbananen schälen, kleinschneiden und für 15min mit etwas Meersalz in einem Topf mit Wasser bedeckt, erhitzen und gar kochen. In der Zeit das Buchweizenmehl mit dem Wasser quellen lassen.

Das Ei und die Gewürze zum Mehl hinzufügen. Die Kochbananen abgießen und ebenfalls hinzugeben. Den Teig gut verkneten- am besten mit dem Knethaken eines Mixers, da er erstmal etwas klebrig sein wird. Wer keinen Mixer zur Hand hat nimmt einfach eine Gabel und zerdrückt die gekochten Bananen noch etwas beim Rühren.

Die Arbeitsfläche mit Mehl auslegen. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte hierfür unbedingt Kokosmehl verwenden, denn Buchweizenmehl sollte immer vor der Verarbeitung mit Wasser quellen. Den Teig im Mehl wälzen und zu Strängen rollen, diese gleichmäßig zerteilen und die kleinen Teigstücke mit der Hand in Form bringen.

Mit einer Gabel eindrücken, damit mehr Soße hängenbleibt und portionsweise in kochendes, gesalzenes Wasser geben. Sobald die Gnocchis auftauchen sind sie gar. (Ca 1-2min). Mit einer Schöpfkelle herausnehmen und in einem Sieb abtropfen lassen. Wer möchte, kann die Gnocchis im Anschluß zusammen mit Basilikum und Butter bei niedriger Temperatur (wichtig, damit sich keine Transfettsäuren bilden) in einer Pfanne kurz durchschwenken und danach würzen.

Voilà!

_tarte|rouges|tomate

Ein klassischer Obstboden ist hübsch anzuschauen und hüpft uns irgendwie immer von alleine in den Mund. Eigentlich sehr praktisch, wäre da nicht der extrem hohe Fruchtzuckergehalt der zwar unsere Laune, leider aber auch unseren Insulinspiegel hüpfen lässt und zwar gewaltig in die Höhe! Um nur die Laune geschmacksexplosionsartig hochschnellen und den Insulinspiegel am Boden zu lassen, werden bei dieser Tarte 80% des Obstes von Tomaten ersetzt. Die Tomate wird auch in unseren Breitengraden angebaut und als Aushängeschild der leichten Mittelmeerküste zerquetscht in Soßen, ertränkt in Balsamico oder erdrückt unter Schichten von Mozzarella als Teil der Tricolore herzhaft verspeist. Warum nicht auch mal süß? Die Tomate ist schließlich eine Beere. Und diese Beere kann wirklich einiges!

Die Tomate wurde vor dem 19. Jahrhundert wegen ihrer ursprünglichen gelben Farbe als Liebesapfel oder Goldapfel bezeichnet- daher leitet sich auch ihr wunderschöner italienischer Name ab, „pomodoro“.  In Österreich nennt man sie auch heute noch Paradiesapfel oder Paradeiser und die Nährstoffe der knallroten Beere sind wirklich paradiesisch! Kultiviert wurde das Nachtschattengewächs in Südamerika und diente bereits den Azteken als Heilpflanze. Sie nannten die Beere „tumatle“ und zusammen mit der Kartoffel erreichte sie als Mitbringsel spanischer Eroberer auch unseren Kontinent.

Da die Tomate zu 95% aus Wasser besteht, ist sie arm an Kalorien (18kcal/ 100g) doch die restlichen 5% an Nährstoffen, die sie liefert haben es in sich! Neben jeder Menge Vitamin C (25mg/ 100g) enthält sie die Vitamine A und B6 sowie Kalzium, Magnesium und Eisen. Unter den Inhaltsstoffen findet sich auch das Carotin Lykopin.

Lykopin ist ein roter Pflanzenfarbstoff und verleiht unter anderem der Tomate ihre Farbe. Es wirkt antioxidativ und schützt uns somit vor freien Radikalen die unsere Körperzellen angreifen. Insbesondere schützt Lykopin die Zellmembran, deren Veränderung bei der Bildung von Krebszellen eine Rolle spielt. Ein regelmäßiger Verzehr von roten Früchten kann das Risiko, an bestimmten Krebsarten zu erkranken um bis zu 45% senken. Experten empfehlen den täglichen Verzehr von 6mg Lykopin. Kochen wir 100g Tomaten, die roh 9,3mg davon enthalten, steigt ihr Nährstoffgehalt auf satte 18mg  da das hitzebeständige Lykopin sich erst bei höheren Temperaturen voll entfalten und vom Körper besser resorbiert werden kann. Wie alle Carotine ist auch das Lykopin fettlöslich, daher sollten einige Tropfen natives Öl beim Verzehr von Tomaten- egal in welcher Form, nie fehlen!

 


Hat man die Vorstellung von Tomaten als Beeren im Kopf, ist die Vorstellung einer Tomatentarte gar nicht mehr so abwegig. Und mit den richtigen Gewürzen schmeckt sie sogar fruchtiger als manch anderes Obst! Und da der Boden nicht gebacken wird, geht die Tarte auch kinderleicht und blitzschnell!!! Also einfach mal ausprobieren.

 

Zutaten

für den Boden:

250g Mandeln gemahlen

3 Eßl Kokosöl

10 Datteln, zerkleinert oder 1 Eßl Dattelsirup

Mark von 1/2 Vanilleschote

Kokosöl zum Einfetten der Backform und Anrösten der Gewürze- wichtig für das fettlösliche Lykopin, das wir haben wollen!

für den Belag:

250g rote, reife Tomaten

50g Steinobst nach Wahl (Mispeln, Kirschen, Aprikosen)

250ml Rosenwasseer

Mark von 1/2 Vanilleschote

8 Nelken

2 Eßl Dattelsirup oder Honig

1 Zimtstange

1 Sternanis

1 Tütchen Agar Agar für 250ml Flüssigkeit

 

Zubereitung

Das Kokosfett in einem kleinen Topf zusammen mit einer Prise Salz und dem Vanillemark langsam erhitzen und schmelzen lassen. In einer Schüssel die Mandeln und Datteln damit übergießen und anschließend verkneten. (Wer keine frischen Datteln mag, kann stattdessen Dattelsirup oder Agavendicksaft zusammen mit dem Kokosfett schmelzen und als Süße verwenden). Die Masse in einer gefetteten Springform gleichmäßig verteilen und festdrücken, damit ein lückenloser Kuchenboden entsteht. Die Springform zur Seite stellen.

Das Obst waschen, entsteinen und kleinschneiden. In einem Topf Zimt, Nelken und Sternanis mit etwas Kokosöl anrösten und mit Rosenwasser ablöschen. Anschliessend das Obst hinzugeben und unter Rühren aufkochen lassen. Auf kleiner Flamme für 15min und unter ständigem Rühren einkochen und mit Dattelsirup oder Honig und Vanillemark abschmecken. Die hölzernen Gewürze herausnehmen und das eingekochte Obst erkalten lassen.

Mit einer Schöpfkelle die erkaltete Flüssigkeit abschöpfen und in einen Topf geben. Das Agar Agar einrühren und langsam erhitzen. Die Flüssigkeit für eine Minute aufkochen lassen. Das eingekochte Obst auf dem Boden verteilen und die aufgekochte Flüssigkeit darüber gießen. Mit Nektarinen oder Tomatenscheiben verzieren,  für zwei Stunden kalt stellen und wirklich gespannt sein!

Voilà!

 

 

_senf|wakame

Senf ist kinderleicht herzustellen und nebenbei noch ein perfektes Bizepstraining für uns, da wir in der Paleoküche unsere Senfsaat erst einweichen und dann im Mörser selber mahlen. Ob pur oder als Basis für Dressings und Dips – Senf liefert uns wichtige Vitamine, Nährstoffe und Spurenelemente denn das kleine, runde Kügelchen hat es in sich! Besonders reich ist es an Niacin, auch Nicotinsäure genannt. Diese ist am Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel beteiligt und fördert die Verstoffwechselung und Verdauung. Gerade für Personen mit einer Stoffwechselunterfunktion ist es ratsam, bei herzhaften Speisen immer einen Löffel Senf hinzuzufügen um den Energiestoffwechsel in Schwung zu bringen! Nicotinsäure wirkt zudem auch antioxidativ und nimmt an vielen enzymatischen Vorgängen teil, somit trägt sie maßgeblich zur Regeneration von Haut, Muskeln, Nerven und DNA bei. Gepaart mit Wakame entsteht mit diesem Senf nicht nur eine wahre Geschmacksexplosion sondern eine echte Geheimwaffe für unser Wohlbefinden. Wakame ist eine Braunalge, die mittlerweile auch in der Bretagne angebaut wird. Für den Senf verwenden wir allerdings die getrocknete Variante. Wie alle Meeresfrüchte, Fische und Algen  enthält Wakame viel Jod,  Proteine, und Vitamine. Neben Vitamin A, C, und E liefert sie uns besonders viel Vitamin B 6 und ihr hoher Gehalt an Vitamin B 12 übertrifft sogar den von Fleisch. Zudem verfügt Wakame über wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente wie Calcium (780 mg / 100 g), Magnesium (1.100 mg / 100 g) und Phosphor (350 mg/100 g), weshalb Veganer viel davon verzehren sollten um Mangelerscheinungen vorzubeugen oder diese durch eine Kur zu beheben. 



 

Zutaten:

50g gelbe Senfkörner

1 Espressotasse Wakame | getrocknet

5 Gewürznelken

1 Stange Zimt

Ingwer

Salz | Apfelessig | Wasser | Honig

 
Zubereitung:


Vorbereitung:

Die Senfkörner für 2 Stunden in kaltem Wasser einweichen. Drei Scheiben ungeschälten Ingwer und die Zimtstange in einer Tasse mit kochendem Wasser übergießen und ebenfalls ziehen lassen.

In einem Mörser die Wakame mit den Gewürznelken zermahlen, die gequollenen Senfkörner hinzufügen und diese zerkleinern bis eine sämige Paste entsteht. Diese in eine Rührschüssel füllen, einen guten  Schuss Apfelessig und das vorbereitete Gewürzwasser hinzufügen und vermengen. Die Wakame quellen mit der Flüssigkeit und verdreifachen ihr Volumen, so dass die Masse wieder pastös wird. Mit Salz, Honig und Apfelessig abschmecken. Senfkörner entfalten ihre volle Schärfe nach etwa 15 Stunden!!!

Perfekt als Basis für ein fruchtig – scharfes Salatdressing, zu Fisch, Fleisch oder gekochten Eiern. 

 

Voilà!


_raw cheesecake|lemon, matcha

Sommer, Sonntag, Tortenlaune! Dieser _raw cheesecake hat alles im Gepäck was uns beim Picknicken glücklich macht! Geschmacklich erinnert er an einen ‚New York Cheesecake‘ – ist dabei aber zucker -, lactose -, und glutenfrei und da er nicht gebacken wird, müssen wir auch nicht vorm heißen Backofen warten sondern bereiten ihn einfach einen Tag vorher zu, damit er über Nacht schön fest werden kann und wir ihn eiskalt genießen können! Brombeere, Zitrone und  Avocado liefern die volle Dosis Vitamine und das Cashewmus steuert essentielle Mineralien und Nährstoffe bei. Die gesunden Fette bringen unseren Stoffwechsel so richtig in Schwung! Der Matcha sorgt für einen richtigen Kreislaufkick damit wir voller Energie die nächste Runde in den Badesee springen können und beim Schwimmen sogar entgiften und mehr Fett verbrennen! Der Matcha wächst im Schatten und produziert deshalb jede Menge Chlorophyll, was ihm seine intensive grüne Farbe verleiht und welches wir durch den Verzehr der gemahlenen Blätter reichhaltig aufnehmen können. Chlorophyll kann Schwermetalle wie Quecksilber, Aluminium und  Blei absorbieren und so unser Blut reinigen. Außerdem wird der Körper entsäuert und bei regelmäßigem Verzehr von Matcha kann der pH- Wert neutralisiert und wiederhergestellt werden. Neben Chlorophyll und vielen Antioxidantien, die freie Radikalen bekämpfen, liefert uns Matcha eine hohe Dosis an EGCG (Epigallocatechingallat) und Koffein. Diese Kombination kann die Thermogenese (Stoffwechselprozesse wie Verdauung, Muskelaktivität, Energiestoffwechsel) um bis zu 28% steigern! Und durch die Beigabe von Avocado wird der _raw cheesecake zum unschlagbaren Stoffwechselbooster (mehr über die Avocado gibt es hier zu lesen: _avocadoeis|mango




Zutaten


Der Boden:

150g Mandeln|gemahlen

2 EL Kokosnussöl | nativ

8 Datteln

1/2 Vanilleschote|Mark

Salz
Die Crème:

3 Avocados | ready to eat

8 EL Cashewmus* | oder 250g Cashews für eine Stunde in der doppelten Menge Wasser einweichen, abtropfen lassen und zu Mus pürieren.

4 EL Kokosöl | nativ

1 Zitrone | Saft + Abrieb

3 EL Dattelsirup

100g Brombeeren

2g Matcha

Salz
*oder Mandelmus



Zubereitung:

Eine Minispringform (20cm Durchmesser) oder einen Tortenring mit Boden (kleinste Ringeinstellung) mit Kokosöl einfetten und zur Seite stellen. Für den Boden die Datteln hacken und zusammen mit den Mandeln, dem Vanillemark und einer Prise Salz in eine Schüssel geben. Das Kokosöl im Topf erwärmen bis es flüssig ist und zu den übrigen Zutaten hinzufügen. Alles gut vermengen und in die Tortenform geben. Die Masse mit den Fingern in der Form verteilen und gut andrücken bis ein gleichmäßiger Boden entstanden ist.  Die Form nun für eine halbe Stunde ins Gefrierfach stellen, damit das Kokosöl aushärten kann. In dieser Zeit können die Crèmes zubereitet werden.

Wir bereiten Brombeer – und Matchacrème parallel zu und verteilen alle Zutaten außer Brombeeren und Matcha gleichmäßig auf zwei Rührschüsseln.

Das Fruchtfleisch der Avocado lösen, Zitronensaft, Zitronenabrieb und eine Prise Salz hinzufügen und solange mit einer Gabel zerdrücken bis die Masse crèmig ist. Auf zwei Schüsseln verteilen und Cashewmus und das Vanillemark hinzufügen. Den Matcha für die Matchacrème unterheben. Für die Brombeercrème die Brombeeren dazugeben und die Masse kurz pürieren. In einem Topf das Kokosöl mit dem Dattelsirup schmelzen und zu den restlichen Zutaten geben. Die Brombeercreme vorsichtig auf dem kalten Boden glatt streichen und dann die Matchacrème löffelweise und sehr vorsichtig darauf geben, damit sich die beiden Crèmes nicht vermischen. Den Cheesecake für mindestens 6 Stunden im Gefrierfach kaltstellen und eine halbe Stunde vor dem Verzehr herausnehmen und antauen lassen.

Ich lasse den Cheesecake gerne im Gefrierfach und hole ihn nur kurz heraus um mir ein eiskaltes Stück abzuschneiden. Wäre er nicht so verdammt lecker, würde er bestimmt mehrere Wochen halten.

Voilà!

_brot|quinoa, möhren, buchweizen, saaten

Weil ich schon so oft danach gefragt wurde: voilà, hier ist es; das glutenfreie Pseudogetreidebrot auf Buchweizen – Quinoabasis mit Orangenblütenwasser, Möhren und einer wilden Mischung aus Saaten und Kernen! 

Buchweizen gehört zur Gattung der Knöterichgewächse – den Namen bekam er weil seine Samenkörner, denen des Weizens zum Verwechseln ähnlich sehen! Buchweizen liefert uns wertvolles Lysin, einen Eiweißbaustoff der neben Calcium wichtig für die Muskelaktivität ist, die Vitamine B 1 und B 2 und E. Neben vielen Mineralien, die der Buchweizen enthält, ist besonders die Kieselsäure hervorzuheben, die essentiell für intakte Haut, Haare und Nägel ist! Durch seinen niedrigen glykämischen Index wirkt sich der Verzehr von Buchweizen außerdem  positiv auf unseren Blutzuckerspiegel aus und ist daher bestens geeignet für Diabetiker.

Zutaten

250g Buchweizen geschält und über Nacht gewässert* | oder 500g Buchweizenmehl, 30min quellen lassen

1 Tasse Quinoa, 1 Std. gewässert

1Tasse Wasser

1 Tasse Orangenblütenwasser

2 Hand voll Saaten und Körner | zum Beispiel Kürbiskerne, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, schwarzer Sesam –

1 Päckchen Reinweinstein

5 Möhren
1 Essl. Chiasamen + 6 Essl. Wasser

1 Ei – wer es lieber vegan mag statt dem Ei einfach die doppelte Menge Chiagel benutzen!

1 Bio Zitrone

Zubereitung

Den gewässerten Quinoa mit einer Tasse Wasser, einer Tasse Orangenblütenwasser und  etwas Salz im Kochtopf zum Kochen bringen und für 15 min köcheln lassen. Für das Chiagel 1 Essl. Samen mit 6 Essl. Wasser vermengen und für 30 min beiseite stellen. Die Möhren raspeln, den Backofen auf 200• vorheizen (Ober – Unterhitze). Wenn alle Zutaten fertig vorbereitet sind, den Buchweizen (oder das Mehl) mit dem Reinweinstein, 2 Teel. Salz und 350 ml lauwarmen Wasser vermengen und danach die restlichen Zutaten unterheben. Gut verkneten und in zwei gefettete Backformen (den Boden mit schwarzem Sesam oder anderen Körnern bedecken), füllen. Den Brotteig mit Körnern nach Lust und Laune berieseln und in der Mitte mit einem Messer einschneiden, damit der Teig schöner aufgehen kann. Für 45 min auf der mittleren Schiene in den Backofen bis die Kruste goldgelb gebacken ist.
* wer frischen Buchweizen benutzt,  sollte auf folgendes achten: 

Der Buchweizen sollte ausschließlich geschält verwendet werden, da es andernfalls  zu allergischen Reaktionen kommen kann.  250g Buchweizen über Nacht einweichen, damit er fermentieren kann (genauso wie Nüsse und Samen enthält Buchweizen auch Phytinsäure, die giftig ist – durch Wässern wird die enthaltene Phytase aktiviert und spaltet die Phytinsäure, so dass sie für unseren Organismus unschädlich wird).

Voilà!

_mayonnaise|passionsfrucht||artischocke, frittierter spargel, kochbanane, koriander

Wer PALEO isst, kennt das Problem mit den Dips – kein Kräuterquark, kein Hommos und erst recht keine industriell gefertigten Sösschen oder Crèmes. Da bleibt wie immer nur das Jagen nach Ideen und das Sammeln der passenden Zutaten. Diese Mayonnaise wird auf Olivenölbasis hergestellt und passt perfekt zu frittierten Kochbananen, Spargel und bretonischen Artischocken. Die milde Säure der Passionsfrucht macht sie extra frisch und packt neben Vitamin C noch jede Menge B Vitamine obendrauf!!! Eins der B Vitamine ist Riboflavin, das eine bedeutende Rolle im Energie – und Proteinstoffwechsel spielt und diese Mayonnaise durch die Kombination mit dem enthaltenen Eiweiß zum wahren Stoffwechselbooster macht! 


Zutaten 

1 Bio Ei|am besten direkt aus dem Hühnerstall, extrem frisch!

2 Passionsfrüchte

200 ml natives Olivenöl

1 Essl. Senf|selbstgemacht*

Salz|Pfeffer

Zubereitung 

Wer einen Stabmixer hat gibt alle Zutaten in einen schmalen Rührbecher. Warten, bis das Öl sich absetzt, dann den Stabmixer vorsichtig bis zum Boden tauchen und ohne ihn zu bewegen solange am Boden mixen bis eine cremige  Emulsion aus Ei und Senf entstanden ist. Den Stabmixer nun ganz langsam durch die Ölschicht nach oben ziehen bis alles miteinander verbunden ist!

Wer einen Standmixer benutzen möchte, gibt alle Zutaten bis auf das Olivenöl in den Behälter und mixt auf kleinster Stufe solange bis Ei und Senf verbunden sind. Den Rührvorgang nicht unterbrechen und das Öl langsam –laaaangsam, hinzufügen!

Wer es etwas süßer mag, hebt ganz zum Schluss etwas Honig oder Agavendicksaft vorsichtig unter die Mayonnaise! 


Für alle, die noch das passende Zubehör zum Dippen brauchen:
Zutaten

1 bretonische Artischocke

1 unbehandelte Zitrone

1 Kochbanane

1 Bund weißer Jungfrauen Spargel

1 Bund frischer Koriander

3 Essl. natives Kokosöl

Die Artischocke vom Stil befreien, die Schnittstelle mit Zitronensaft beträufeln, mit einem Zackenmessee das obere Drittel der Blätter abschneiden und das Gemüse mit 2 Scheiben Zitronen für 40 min bei kleiner Flamme in ausreichend Salzwasser garen. Währenddessen die Mayonnaise zubereiten.
Die Kochbanane in dünne, gleichmäßige Scheiben schneiden, Spargel waschen und Koriander bereitstellen. Zwei Essl. Kokosfett in einem hohen Kochtopf bei kleiner Flamme schmelzen und den Koriander zum Aromatisieren hinzufügen. Den Koriander entnehmen und auf Crepppapier abtropfen lassen. Die Flamme hochstellen und das Gemüse portionsweise frittieren bis es goldbraun ist. Ebenfalls abtropfen lassen und alles zusammen genießen!!!

Voila!



_avocadoeis|mango

Endlich, endlich, endlich ist er da, der Frühsommer – oder doch Hochfrühling? Hochstimmung ist auf jeden Fall garantiert vor allem wenn dann noch paleokompatible Eiscrème im Froster friert, während wir das erste mal in den See hüpfen. Weil wir die Sonne nicht auf uns warten lassen wollen, dauert die Zubereitung nur 5min – in der Zeit kann auch die Sonnencrème einziehen!

Zutaten

3 Avocados|ready to eat

3 Essl. Kokosmus | alternativ: 1Dose Kokoscrème, davon aber nur die Kokossahne

1 Mango faserarm+reif

1Banane

Zubereitung

Das Obst schälen, zerkleinern und in einen Mixer geben. Das Kokosmus hinzufügen und pürieren. In eine frostfeste Form geben oder direkt als Eis am Stil portionieren und für mindestens 5 Stunden ins Gefrierfach stellen.

Durch den hohen Fettanteil der Avocado wird das Eis ohne Eismaschine schrecklich lecker und cremig. Die Avocado wird übrigens auch Butterfrucht genannt und ist zusammen mit der Olive die gehaltvollste Frucht im Bezug auf ihren Fettanteil. Ihre ungesättigten Fettsäuren helfen bei der Absorbierung fettlöslicher Nährstoffe und Vitamine, die in der Mango und Banane enthalten sind. Neben vielen Vitaminen enthält die Avocado auch Carotine. Der Körper kann mithilfe des Beta – Carotins Vitamin A herstellen – eines der essentiellen Vitamine, welches maßgeblich an der Blutneubildung beteiligt ist und uns das Sehvermögen ermöglicht. Da es die Regeneration der Haut beschleunigt, die im Sommer durch Sonne, Crèmes und Salzwasser wirklich sehr strapaziert wird, sollten wir uns das Avocadoeis am besten täglich als Après – Sun gönnen!


Voila!


_rosendressing

Noch einfacher als das _rosenragout zaubert sich das _rosendressing quasi im Handumdrehen von alleine. Ok, umdrehen muss man tatsächlich den Kochtopf mit dem Ragout und zwar über einem Sieb.


Wer sich _paleoorientiert ernährt, kennt das Problem mit dem Salatdressing: Kein Essig, kein Senf, keine Marmeladen – am liebsten nur Leinöl, Zitrone, Salz und Pfeffer und wenn man sich mal ein bisschen Süsse gönnt, dann einen Klecks Honig. Als ich mit diversen Salatvariationen durch war, hat sich mein Salatkonsum nach Monaten drastisch reduziert weil es mir einfach an Abwechslung im Dressing gefehlt hat. Hier also mein Highlight im Mai! Ganz köstlich mit rohem Virginspargel oder auf Rindercarpaccio!


Zutaten:

100ml Rosensud (siehe _rosenragout

50ml kaltgepresstes Lieblingsöl

Meersalz, Pfeffer

Zubereitung 

Das frisch gekochte _rosenragout durch ein Sieb schlagen und den Sud auffangen. Öl hinzufügen und nach Gusto salzen und pfeffern. Durch die ordentliche Menge Öl ist das Dressing schön cremig und lange haltbar. Wer noch Aromen in Form von Kräutern, Knoblauch oder frischer Chilli zusetzen möchte, verdoppelt einfach die Ölmemge um die frischen Zutaten besser zu konservieren.


Voila!

_rosenragout

Oder: Wie man eine Schote Tahitivanille in drei Teilen vollständig verwertet. Ragout mit Rhababer und Aprikosen, einreduziert in Rosenwasser.

Teil 3:


Zutaten

250g Rhababer

250g Aprikosen

250ml Rosenwasser

1 Tahitivanilleschote

2 Essl. Honig

Dieses tolle Ragout recycelt die Reste unserer ausgekratzten Tahitivanilleschote. Da auch die Vanillekapsel noch voller Aromen steckt, ist es viel zu schade sie unbenutzt wegzuwerfen. Das Besondere an der Tahitivanillenkapsel ist ihr dezenter Anisgeschmack, der wunderbar zu Aprikosen passt. Gepaart mit Rhababer funktioniert das Ragout tatsächlich fabelhaft zu herzhaften Speisen und weil ich bei dem Regenwetter den Frühling so vermisse habe ich mich für Rosenwasser als Basis entschieden. Meine Schwester und ich haben es als Kinder geliebt, die abgefallenen Rosenblätter im Sommer tief im  Kompost zu vergraben und Rosenmazerat herzustellen- so holt das Ragout mit seinem Duft nicht nur den halben Orient ins Haus sondern ruft auch noch die schönsten Kindheitserinnerungen wach!


Genauso wie die Aprikose steckt auch Rhababer voller Vitamin C. Was ihn im Frühjahr allerdings so beliebt macht, ist seine blutreinigende Wirkung. Sein hoher Gehalt an Kalium ( 80mg/100g) wirkt entwässernd und fördert den Nährstofftransport vom Blut in unsere Körperzellen. Natrium fördert außerdem die Verdauung was das Gericht besonders in der doch sehr gehaltvollen Paleoküche gut unterbringt! Apropos Paleo: Sein lateinischer Name lautet „rheum rhabarbarum“ – was übersetzt „Wurzel der Barbaren“ bedeutet und wohl schon vor 5000 Jahren in der TCM in Form eines verdauungsfördernden Pülverchens verabreicht wurde.

Zubereitung 

Rhababer gründlich schälen getreu Rhababers‘ Motto: Gut geschält ist halb gekocht. Genauso wie die gewaschenen und entsteinten Aprikosen, fein würfeln.

Das Obst und Gemüse in einem Kochtopf mit den restlichen Zutaten zum Kochen bringen und auf kleiner Flamme für ca 25min ohne Deckel einreduzieren lassen und solange von Marrakech träumen, oder von heißen Sommertagen.

Wer gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen möchte, gibt das Ragout nochmal durch ein Sieb und fängt den Saft auf. Aus dem kann man blitzschnell mit ein bisschen Öl, Salz und Pfeffer ein haltbares Dressing machen- was ganz besonders gut zu frischen rohen Spargelspitzen passt!!!

_rosendressing

Voilà!


_tahitivanille|aprikosen|tarte

IMG_8587.JPG

 

Nach einem extrem sommerlichen Wildkräutersalat mit Mangodressing, in dem die eine Hälfte der Vanilleschote gelandet ist, haben wir die zweite Hälfte für das Dessert reserviert. Der Boden besteht aus grobgehackten Mandeln, Ei und Kokosfett – und die ersten reifen Aprikosen garen köstlich in Vanillecrème. An ihrem Nährwert gemessen, gehört die Tarte eher in die Kategorie ‚Sonntagsbraten‘; so gehaltvoll wwie sie ist, gleicht sie den leichten Salat perfekt aus um den Stoffwechsel bei Laune zu halten. Der hohe Proteingehalt durch Mandeln und Eier füllt unsere Eiweissspeicher für die Nacht wieder auf und unser Stoffwechsel wird durch die Kombination mit Vitamin C aus den Aprikosen über Nacht so richtig angekurbelt. Aprikosen platzen buchstäblich vor Vitaminen (C, E, B1 – B6) und enthalten Mineralien wie Kalzium, Phosphor und Kalium sowie Spurenelemente (Magnesium, Kupfer, Eisen). Carotine stabilisieren das Imunsystem und beugen Krebszellwachstum vor und Kupfer entgiftet den Körper. Wer also detoxt mischt die frischen mit einer Handvoll getrockneter Aprikosen, denn deren Gehalt an Vitaminen und Spurenelementen ist fünfmal so hoch! 

Jetzt aber den Ofen auf 180• vorheizen denn das Rezept ist wahnsinnig schnell zubereitet!

Zutaten für eine Quicheform

250g frische Aprikosen

4 Eier

250g Mandeln

2 Essl. Kokosöl nativ

2 1/2 Essl. Agavendicksaft

Mark von 1/2 Schote Tahitivanille

1 Essl. Chia Samen mit 6 Essl. Wasser eine halbe Stunde zu Gel ziehen lassen

Zubereitung

Ofen auf 180• vorheizen (Ober|Unterhitze), eine Quicheform mit Kokosöl fetten und das Chiagel vorbereiten. Die Aprikosen waschen, halbieren und entsteinen. In einem kleinen Topf das Kokosöl schmelzen, mit einem Teel. Agavendicksaft vermischen und mit den Mandeln und einem Ei verkneten. Die Masse in der Form verteilen. Für die Vanillecreme 3 Eier verquirlen und mit 2 Essl. Agavendicksaft süßen. Das Vanillemark aus der Schote kratzen und zusammen mit dem Chiagel hinzufügen. Die Aprikosen auf dem Boden  verteilen und die Crème darübergiessen. Für ca. 30 min in der mittleren Schiene bei 180•  Ober – Unterhitze goldbraun backen.

Voilà!